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Jun

06

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Ruth Seidl als Vorstandsvorsitzende des Frauenkulturbüros NRW wiedergewählt
Bei einer Mitgliederversammlung des Frauenkulturbüros NRW (FKB) am 6. Juni 2016 wurde der jetzige Vorstand einstimmig wiedergewählt und die Vorstandsvorsitzende Dr. Ruth Seidl (MdL), Walburga Benninghaus (MdL) sowie Ulrike Minkenberg im Amt bestätigt. Die drei Vorstandsfrauen wollen in ihrer weiteren Amtszeit die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen und im Jubiläumsjahr des FKB neue Veranstaltungen und Projekte realisieren. Aber auch die bestehenden Projekte wie der „Internationale Künstlerinnenaustausch mit Georgien und Armenien“, „Der Künstlerinnenpreis NRW“, „Stipendien – Präsenz vor Ort für Künstlerinnen mit Kindern“ werden kontinuierlich fortgesetzt.
In den letzten 25 Jahren sei hinsichtlich der Repräsentanz von Frauen im Kulturbereich viel erreicht worden, sagen die Vorstandsvorsitzende Dr. Ruth Seidl und ihre Stellvertreterin Walburga Benninghaus.
Dennoch bestehe nach wie vor Handlungsbedarf. Um die Entwicklung in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter zu beschleunigen, unterstützt das FKB Initiativen wie von Pro-Quote-Regie für den Film- und Fernsehsektor. Gezielte Förderprogramme wie Stipendien, Preise und vor allem enge Netzwerkstrukturen seien für die Karriereentwicklung notwendiger denn je, so Seidl und Benninghaus. Durch verstärkte bundesweite frauen- und kulturpolitische Aktivitäten – insbesondere durch die Ergebnisse der Studie zu Frauen in Kunst und Kultur - konnte das FKB seinen Bekanntheitsgrad auch über NRW hinaus steigern. Das Frauenkulturbüro ist die einzige Einrichtung dieser Art in ganz Deutschland.
Einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr anlässlich des 25-jährigen Bestehens des FKB wird das große Jubiläumsfest am 26. und 27. August 2016 im Kulturzentrum Fabrik Heeder in Krefeld sein, zu dem zahlreiche Gratulanten aus Politik, Kunst und Kultur erwartet werden. Neben einem vielfältigen Programm aus Musik, Tanz und Film wird es auch Gelegenheit geben, gemeinsam einen Blick in Vergangenheit und Zukunft des FKB zu werfen.

Mai

09

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Unterwegs mit dem Frauenkulturbüro NRW: Internationaler Austausch Bildende Künstlerinnen mit Georgien und Armenien
Zwei Tage intensiver Workshop zum Thema internationaler Austausch mit Georgien und Armenien: mit Erfahrungsberichten von Künstlerinnen, Vorträgen aus den Gastländern, Einblicken in unsere Residenzien Museum Goch, WELTKUNSTZIMMER und Referaten zur Situation der Künstler/innen in NRW von Marcel Schumacher, Kunsthaus NRW (Kornelimünster) und Peter Schmieder, Künstlerhaus Dortmund. Mit dabei unsere gegenwärtigen Austauschstipendiatinnen Tamar Chaduneli aus Georgien und Diana Hakobyan aus Armien sowie die georgischen Kooperationspartner Natalie Nebieridze und Michael Khundadze und Eva Khachatryan aus Yerewan.

Zum Hintergrund:
Das Frauenkulturbüro NRW ermöglicht bildenden Künstlerinnen aus NRW einen zweimonatigen Studien- und Arbeitsaufenthalt in den Gastländern Armenien und Georgien. Im Gegenzug wird jeweils einer Künstlerin aus diesen Ländern ein zweimonatiger Arbeitsaufenthalt in NRW ermöglicht.
Als Künstlerresidenz kooperiert das Frauenkulturbüro NRW mit dem Weltkunstzimmer Düsseldorf (Hans Peter Zimmer Stiftung) und mit dem Museum Goch (Stadt Goch und Kunststiftung Goch). Sie stellen die Gästehäuser für diesen Aufenthalt zur Verfügung. Die Auswahl auf die beiden Länder im Osten Europa fiel u.a. deshalb, weil es eine solche Partnerschaft in NRW bisher nicht gibt. Es werden Künstlerinnen besonders aus diesen Gastländern eingeladen, deren politische, soziale, ethnische oder religiöse Situation unsicher und für Künstlerinnen besonders herausfordernd ist. Das FKB bekennt sich mit der Förderung eines solchen Austauschprogramms zur kulturellen Vernetzung und Schaffung internationaler Verflechtungen zwischen unseren Nationen. Insbesondere junge Künstler können aufgrund hoher Sensibilität und Wahrnehmung ein Katalysator für gesellschaftliche, politische, soziale und natürlich auch kulturelle Veränderungen in den Ländern sein. Sie tragen zum kulturellen Austausch bei und vertiefen unser Verständnis für das Andere. Die Künstlerinnen bekommen die Möglichkeit, nach eigenen Vorstellungen und im Rahmen der eigenen künstlerischen Arbeit diese Zeit zu nutzen und zu füllen. Das FKB unterstützt gerne die Vernetzung und fördert Kontakte, die zu Ausstellungen, Lesungen, Performances oder anderen künstlerischen Reflexionen führen. Es bleibt aber der jeweiligen Künstlerin überlassen, diese Möglichkeiten zu füllen. Somit liegt der Wert des Austauschprogramms in sich selbst. Es ist unsere Überzeugung, dass Kunst nur in Freiheit gedeihen kann. Diese möchten wir den Künstlerinnen mit diesem Austauschprojekt zur Verfügung stellen. Für das FKB ist die Förderung des künstlerischen Austausches auch ein politisches Statement.
Es ist der Idee geschuldet, dass nur durch ein vertieftes Kennen unserer eigenen wie auch unserer europäischen Nachbarkulturen ein friedvolles und gleichberechtigtes Zusammenwachsen Europas möglich wird. Der Kultur kommt angesichts der großen gesellschaftlichen Veränderung unseres Kontinents eine Schlüsselrolle zu.

Apr

14

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25 Jahre für 50 Prozent
25 Jahre Frauenkulturbüro – viel erreicht für die Repräsentanz von Frauen im Kulturbereich! Um auch tatsächlich 50% vom Kuchen abzubekommen, besteht aber nach wie vor Handlungsbedarf. Zwar verläuft die derzeitige Entwicklung in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter insgesamt positiv, aber eben viel zu langsam. Insbesondere in den Leitungsebenen – sei es in Museen, Hochschulen, Theatern – aber auch in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ist der Frauenanteil weiterhin gering. Die Erfahrung zeigt, dass freiwillige Selbstverpflichtungen hier keine spürbaren Verbesserungen bewirkt haben. Daher unterstützen wir Initiativen wie von Pro-Quote-Regie für den Film- und Fernsehsektor. Gezielte Förderprogramme wie Stipendien, Preise und vor allem enge Netzwerkstrukturen sind für die Karriereentwicklung notwendiger denn je. Daran werden wir uns auch in Zukunft intensiv beteiligen!

Apr

07

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Workshop für den Internationalen Künstlerinnenaustausch
Mitten in den Vorbereitungen des Workshops für den Internationalen Künstlerinnenaustausch mit Ursula Theissen und Maria Wildeis vom Frauenkulturbüro. Wir haben ein spannendes Programm für die Gäste aus Georgien und Armenien auf die Beine gestellt!

März

14

Hier mein Beitrag für das zwd-Politikmagazin Ausgabe Nr. 337:

Dr. Ruth Seidl MdL, Vorsitzende des Frauenkulturbüros NRW e.V.


„Die Kunstwelt braucht das beherzte Auftreten für mehr Gleichberechtigung“Welcher Handlungsbedarf besteht?


Nirgendwo ist die öffentliche Sensibilisierung und Wertschätzung des Beitrages von Künstlerinnen zum kulturellen Erbe im Vergleich der Bundesländer so erkennbar wie in NRW. Umso erschreckender die Tatsache, dass die Benachteiligung von Frauen inder Bildenden Kunst im bevölkerungsreichsten Bundesland mit einer großen und vielfältigen Kunstszene nach wie vor gravierend ist und weiterhin auf die politische Agenda gehört. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Fachfrauen in den Museumsleitungen, in den Jurys und an den Akademien und Universitäten. Gezielte Personalentwicklung und Maßnahmen zur Gleichstellung von Mann und Frau gehören in alle öffentlich geförderten Institutionen.

Jurys sollten grundsätzlich paritätisch besetzt sein und mehr Transparenz eingefordert werden bei der Auswahl von Personal als auch bei der Entscheidung über Kunstankäufe. Entscheidend für die berufliche Weichenstellung von Künstlerinnen und Künstlern sind in den ersten fünf bis zehn Jahren nach Abschluss des Studiums die absolute Präsenz in der Kunstszene und auf dem Kunstmarkt. Die Vereinbarkeit von Familie und Karriere fällt genau in diesen Zeitraum. Vor diesem Hintergrund ist eine Erhöhung der Altersgrenzen für Stipendien und Preise bei der Nachwuchsförderung unerlässlich. Gefördert werden sollten auch Netzwerke von Frauen in Führungspositionen u.a. mit dem Ziel, den weiblichen Nachwuchs zu fördern. Und nicht zuletzt gehören Genderaspekte in die Lehrpläne der Kunst- und Musikhochschulen und eine Zielquote für Frauen bei den Stellen und in Spitzenpositionen wie sie im neuen Hochschulgesetz in NRW jetzt verankert wurde.Bundesweit gibt es in allen Kunstmuseen „blinde Flecken“ im Hinblick auf die Werke von Künstlerinnen. Hier muss insbesondere die Schaffensphase von Künstlerinnen aus dem 20. und 21. Jahrhundert in den Blick genommen werden. Aus unserer Sicht sollte hierzu ein bundesweites Projekt aufgelegt werden, das die Sammlungslücken in den Museen genauer definiert, transparent macht und Anreize setzt, diese zu schließen.

Jan

30

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WDR Jazzfest
Mit dem Künstlerinnenpreis NRW ausgezeichnet wurden heute die Musikerinnen Sidsel Endresen und Annette Maye beim WDR Jazzfest in Münster. Auf der Bühne auch die fantastische Pianistin Julia Hülsmann mit der norwegischen Sängerin Torun Eriksen mit poetischen Gedichtvertonungen. Internationale Spitzenklasse in NRW.